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Nabucco – Opernaufführung am Paradeplatz

Posted on Posted in Kunst und Kultur, Konzerte, Ziegenhain, Schwalmstadt

Zum ersten Mal  diente der schmucke Paradeplatz in der alten Festungsstadt Ziegenhain als Kulisse für eine Opernaufführung. Die Oper „NABUCCO“ von Guiseppe Verdi war zu Gast im Schwalmstädter Ortsteil. Natürlich waren wir auch dabei und haben die Veranstaltung auf vielen Bildern und Videos festgehalten. Das wohl bekannteste Lied aus der Oper ist natürlich der Gefangenenchor.

….und hier die Bilder des Abends.

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Die Handlung der Oper

Ort: Jerusalem und Babylon
Zeit: 6. Jahrhundert vor Christus, zur Zeit Nebukadnezars

Der Judenstaat befindet sich im Krieg mit dem Königreich Babylonien. Dessen Herrscher Nebukadnezar (Kurzform: Nabucco), steht bereits mit einem starken Heer vor den Toren Jerusalems. Im Salomonischen Tempel ist das Volk der Juden in großer Angst zum Gebet versammelt. Fenena, die Tochter Nabuccos, lebt unter den Juden. Sie liebt den Neffen des jüdischen Königs, Ismael, den sie einst unter Lebensgefahr aus babylonischer Gefangenschaft befreit hatte.

Nun will Ismael ihr die Freiheit verschaffen, doch Fenenas Halbschwester Abigail vereitelt eine Flucht. Auch sie liebt Ismael und verzehrt sich vor Eifersucht. Babylonische Krieger, an ihrer Spitze Nabucco, dringen in den Tempel ein. Der Hohepriester Zacharias droht Nabucco, seine Tochter Fenena zu töten, Ismael aber entreißt ihm seine Waffe und stellt sich schützend vor Fenena. Nabucco befiehlt seinen Soldaten, die Juden erbarmungslos zu unterwerfen. Zurück in Babylon hat Abigail im Palast ein Dokument entdeckt, aus dem hervorgeht, dass sie die Tochter einer Sklavin ist. Da sie daraufhin fürchten muss, nicht sie, sondern Fenena werde dereinst den assyrischen Thron besteigen, schwört sie Rache.
Fenena spricht den gefangenen Juden die Freiheit zu.

Um deren Freilassung zu verhindern, lässt der Oberpriester des Baal Abigail in einer Verschwörung zur neuen Herrscherin Babylons ausrufen und fälschlich den Tod Nabuccos verkünden. Abigail tritt mit ihren Anhängern auf und erhebt vor Fenena Anspruch auf ihre Krone. In diesem Augenblick aber tritt auch Nabucco mit seinen Kriegern dazu. Tief getroffen von der Verschwörung, erklärt er sich in einem Wahnsinnsausbruch selber zum einzigen Gott. Blitz und Donnerschlag werfen ihn zu Boden. Abigail übernimmt die Herrschaft. Sie beschließt das Todesurteil für alle Juden, einschließlich ihrer Schwester Fenena. Vom offensichtlich geistig umnachteten Nabucco lässt sie das Urteil unterschreiben.

Als dieser erfährt, dass nun auch seine Tochter Fenena sterben soll, fleht er bei Abigail um Gnade für sie, doch vergeblich. An den Ufern des Euphrat ertönt der Klagegesang der gefangenen und zum Tode verurteilten Juden. Der Oberpriester Zacharias beschwört ihre geistige Kraft und Stärke… Nabucco, eingesperrt in einem Verließ, bittet Jehowa, den Gott der Juden, um Vergebung. Wie durch ein Wunder erhält er daraufhin seine gesitige und körperliche Kraft zurück. Er kann sich befreien und eilt, um Fenena, die bereits am Opferaltar von Baals Tempel steht, zu retten. Nabucco befiehlt seinen Kriegern, das Götzenbild Baals zu zerstören. Als Abigail sieht, dass ihre Macht gebrochen ist, nimmt sie Gift zu sich und bittet Fenena um Vergebung. Der König schenkt dem Volk der Juden die Freiheit. In einem feierlichen Aufruf huldigen alle dem Gott Jehova.

 

Die Geschichte des babylonischen Königs Nabucco (oder auch Nebukadnezar) und des Volkes Israel wird uns hier in einer bezaubernden Oper von Guiseppe Verdi erzählt. Die Oper spielt im antiken Babylon sowie in Jerusalem und hat die Gefangennahme sowie Befreiung der Juden aus der babylonischen Gefangenschaft zum Thema. Die Musik besticht durch einfache Melodien, die aber eine ungeheure Wucht und Feuer entfalten. Der „Chor der Gefangenen“ dürfte jedermann bekannt sein.

 

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